Sauber präsentiert "revolutionäres" Auto

 

Mit bewährtem Personal und einem "revolutionären Auto" will das Schweizer Sauber-Team in seinem 20. Jahr in der Formel 1 die Top 4 angreifen. Ziel für 2012 sei es, "dass wir uns in der WM deutlich verbessern", sagte Teamchef Peter Sauber bei der Präsentation des neuen C31-Ferrari am Montag im spanischen Jerez de la Frontera.

Im Vorjahr hatte Sauber, das auch im neuen Jahr mit dem Japaner Kamui Kobayashi und dem Mexikaner Sergio Pérez an den Start gehen wird, Platz fünf der Teamwertung belegt. Auch der Ersatzfahrer ist in Pérez Landsmann Esteban Gutiérrez derselbe wie 2011.

"Der Sauber C31-Ferrari verfügt über zahlreiche und vielversprechende Neuerungen, in anderen Bereichen ist er eine konsequente Weiterentwicklung seines Vorgängers", sagte Peter Sauber. "Der Sauber C31-Ferrari ist in jenen Bereichen revolutionär, wo wir frische Ideen einbringen konnten, was insbesondere den Heckbereich des Fahrzeugs betrifft", erklärte Chefdesigner Matt Morris: "Evolutionär ist das Auto dort, wo wir wussten, dass wir auf den bestehenden Lösungen aufbauen konnten. Es galt, die Schwächen, die wir beim Vorgänger identifiziert hatten, auszumerzen und gleichzeitig dessen Stärken beizubehalten."

Die Ingenieure haben sich beim Design der Frontpartie wieder für eine grundsätzlich hohe Nase entschieden. Gemäß dem neuen Reglement muss diese jedoch in ihrem vorderen Bereich aus Sicherheitsgründen niedriger sein. Beides zusammen mündete in eine erkennbar neue Formgebung. Bei der Vorderradaufhängung des C31 handelt es sich um ein klassisches Layout mit Druckstreben und hoch liegenden Dreiecksquerlenkern.

Der Bereich unterhalb der Seitenkästen wurde so gestaltet, dass mehr Spielraum für aerodynamische Entwicklungen bleibt. Die Anordnung der Kühler basiert auf der Lösung des Sauber C30. Sie erlaubt, den voluminösen Teil der Kühler möglichst weit nach vorne zu bringen, was wiederum die Gestaltung eines besonders schlanken Hecks ermöglicht.

Eine bekannte Größe ist der Ferrari-Motor, an den das völlig neue Karbongetriebe angeflanscht ist, das ebenfalls von Ferrari stammt. Das längs eingebaute Aggregat ist besonders schlank und aufgeräumt. Der gesamte Heckbereich des Fahrzeugs ist ausnehmend kompakt gestaltet, was durch das Design des Getriebes unterstützt wird. Zudem haben die Ingenieure im Areal des hinteren Unterbodens neue Wege eingeschlagen. Die Position der Auspuff-Endrohre ist genau reglementiert, was einen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung der Heckpartie hatte.

Bei den ersten Tests in Jerez will das Sauber-Team nach Angaben von Morris mit einer "vergleichsweise einfachen Version" des neuen Autos antreten. "In den kommenden Wochen werden wir zahlreiche Entwicklungskomponenten erproben und dann vor dem ersten Rennen am 18. März in Australien ein umfangreiches Update lancieren", sagte Morris: "Deshalb wird das Auto in Melbourne bereits erheblich anders aussehen als die Roll-out-Version."

Am Freitag hatte der Technische Direktor James Key überraschend seinen Ausstieg erklärt. Er wird mit Lotus in Verbindung gebracht.


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